Schleif- und Frässtaub

Staub- und Späneabsaugung für Schleif- und Fräsprozesse in der Industrie

Schleif- und Frässtaub

Schadstoffe mit hohem Gefährdungspotential

Bei Schleif- und Fräsprozessen entstehen feine Stäube, die sich ohne geeignete Absaugtechnik in der Arbeitsumgebung verteilen. Besonders bei der Bearbeitung von Kunststoffen, Aluminium, Stahl und Faserverbundwerkstoffen, beispielsweise in der Rüstungsindustrie und der Drohnenfertigung können gefährliche Partikel freigesetzt werden. Zudem werden häufig größere Mengen an Spänen erzeugt, insbesondere bei der Bearbeitung von Kunststoffen.

Diese Stäube und Späne belasten nicht nur die Atemluft, sondern können auch ein hohes Explosionspotential und Brandrisiko entwickeln.

Eine effektive Staubabsaugung sorgt für saubere Umgebungsluft, stabile Produktqualität und eine sichere Arbeitsumgebung.

Individuelle Absauglösungen für Ihre Anwendung

Die effektive Staubabsaugung ist die Grundlage für saubere Arbeitsplätze und stabile Fertigungsprozesse. Entscheidend ist eine auf Material, Bearbeitungsverfahren und Staubverhalten abgestimmte Auslegung, insbesondere in ATEX Bereichen.

Wir unterstützen Sie bei der Planung und Umsetzung einer individuell passenden Lösung – von der punktuellen Erfassung bis zur zentralen Absauganlage mit Explosionsschutz!

Schleif- und Frässtaub

Entstehende Emissionen beim Schleifen und Fräsen

Verschiedene Materialien, Verfahren und eingesetzte Werkzeuge erzeugen unterschiedliche Partikel und Emissionen. Zu unterscheiden sind Handgeräte und (geschlossene) Maschinen sowie Schleif- sowie Fräsprozesse. Die entstehenden Partikel sind daher unter anderem:

  • Feinstaub
    • teils explosionsfähig (Staubexplosionsklasse 1 / 2)
  • Faserstäube, auch „WHO-Fasern“
  • grobe Partikel und Späne

Die Größe der Partikel hängt stark von den bearbeiteten Materialien und verwendeten Werkzeugen ab und muss bei der Auslegung der Absaugtechnik berücksichtigt werden.

Schleif- und Frässtaub

Auswirkungen ohne geeignete Absaugung

Ohne effektive Absaugtechnik können die Partikel zu teils lebensgefährlichen Risiken  führen:

Für Mitarbeiter

  • Belastung durch einatembare und alveolengängige Stäube und Fasern (WHO-Fasern)
  • gesundheitliche Risiken, insbesondere bei feinen oder faserförmigen Stäuben (CMR Stoffe)
  • Lebensgefahr durch explosionsfähige Staub-Luft-Gemische

Für Maschinen

  • Staubablagerungen auf Führungen, Lagern und Antrieben
  • erhöhter Verschleiß und Wartungsaufwand
  • mögliche Beeinträchtigung der Maschinenpräzision

Für Produkte und Prozesse

  • Verunreinigung von Werkstücken
  • Qualitätsprobleme bei nachfolgenden Bearbeitungsschritten
  • erhöhter Reinigungsaufwand und Produktionsunterbrechungen
Schleif- und Frässtaub

Gesetzliche Anforderungen und Richtlinien

Beim Umgang mit Stäuben sind verschiedene Vorschriften zu beachten:

  • TRGS 500
  • TRGS 900
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
  •  DGUV Regeln 109-001, 109-002
  • ATEX-Richtlinie 2014/34/EU
Schleif- und Frässtaub

Lösungen für die erfolgreiche Schleif- und Fräsabsaugung

Die effektive Absauglösung basiert auf mehreren Komponenten

Erfassung der Emissionen

  • Punktabsaugung möglichst direkt an der Entstehungsstelle
    • Kopfabsaugung
    • Maschinenabsaugung
  • Einsatz von Absaugtischen und Absaugwänden
  • Absaugung der Kabinenluft

Filtertechnik

  • Mobilgeräte für flexible Absaugung
  • Vorabscheider für Späne und grobe Stäube
  • Speicherfilter oder Patronenfilter für grobe und feine Stäube
  • Schwebstofffilter HEPA H13 / H14 für Feinststäube
    • insbesondere bei Umluftbetrieb

Systemauslegung

  • Anpassung an Material und Prozess
  • energieeffiziente Umluftsysteme (wenn erlaubt)
  • Hochdrucksystem (z.B. für Absaugung von Handwerkzeugen)
  • Automatische Anpassung der Leistung je nach Filterzustand

Unverbindliche Beratung zur Staubabsaugung

Sie möchten Ihre Staubabsaugung bewerten oder eine geeignete Absauglösung finden?

Gerne unterstützen wir Sie mit einer ersten fachlichen Einschätzung. In vielen Fällen reichen bereits wenige Angaben, um geeignete Lösungsansätze zu definieren.

Welche Informationen sind hilfreich?

Für eine erste Einschätzung helfen uns folgende Angaben:

  • Art der Bearbeitungsprozesse (z.B. Handschleifen, Fräsmaschine)
  • Anzahl Arbeitsplätze
  • eingesetzte Materialien (z.B. Metalle, Kunststoffe, GFK / CFK)
  • aktuelle Situation (mit/ohne Absaugung)
  • besondere Anforderungen (z. B. Umluftbetrieb, definierte ATEX-Zonen)

Auch mit wenigen Informationen können wir Sie bereits unterstützen!